Video Game Essay «Flucht im Computerspiel»

Ausschnitt Videoessay "Flucht im Computerspiel"

In seinem Videoessay thematisiert Jan Stage das aktuelle gesellschaftliche Phänomen globaler Fluchtbewegungen anhand der Analyse zweier Computerspiele, die sich dem Thema Flucht widmen. Es handelt sich um das Browserspiel Last Exit Flucht des UNHCR sowie das PC-Spiel Path Out von Causa Creations. Beide Spiele versetzen den Spielenden in die Situation eines Flüchtenden und lassen sie an einer interaktiven Geschichte teilnehmen.

In dem Video Game Essay wird sehr gut mit formalen Mitteln gearbeitet. Es liegt eine technische saubere Leistung vor, die mit Grafiken, Zitateinblendungen und Filmauschnitten sinnvoll arbeitet. Übergänge, Blenden und Sounddesign sind gut eingesetzt. Der Entwurf des pädagogischen Konzepts knüpft an die Spiele und die Problematik an und zeigt, wie wir uns mit einem komplexen und gesellschaftlich relevanten Thema auseinandersetzen können.

Die Leistung ist im Seminar Video Game Essays bei Dozentin Josefa Much für das Modul 15 als Form der reflexiven Auseinandersetzung mit Computerspielen entstanden. Studierende lernen hier, welche Fähigkeiten und Werkzeuge benötigt werden, welche Relevanz das Format hat und wie diese Essays in pädagogischen Settings eingesetzt werden können. Ziel der Veranstaltung ist die eigenständige Erstellung eines Video Game Essays und die Konzeptionierung und Einbettung von VGE in pädagogische Settings.

Videoessay «The Wolf Among Us»

In ihrem Videoessay zum Computerspiel The Wolf Among Us beschäftigen sich Lena Braun und Annemarie Lange mit den Bildungspotenzialen des Point-und-Click-Adventures. Beim Videoessay geht es nicht etwa darum, wie man die Geschichte oder das Spiel findet (also ob man es mag oder nicht) sondern wie durch die Inszenierung (z.B. Grafik, Steuerung, Sound und Musik) eine funktionierende, fiktive Welt entsteht und welchen Effekt diese auf Spielende haben kann. Dazu haben die Studentinnen das Spiel analysiert und zeigen im Video anhand von Beispielszenen, wie z.B. emotionale Eindrücke erzeugt werden und wie Interface und Bedienung Immersion oder Distanz herstellen können.

Das Projekt entstand im Seminar “Einführung in die Strukturale Medienbildung” bei Jens Holze im Sommersemester 2019 für das Modul 1. Hier geht um Grundbegriffe und Methoden der Strukturalen Medienbildung, insbesondere auch den Bildungsbegriff und wie Studierende Bildungspotentiale in medialen Strukturen herausarbeiten können.