Im Sommersemester bieten Prof. Böcher (Politikwissenschaft, OVGU) und ich wieder ein gemeinsames Seminar zum Thema „Nachhaltigkeit im Spielfilm“ an (Link LSF).
Ziel ist die Analyse ausgewählter fiktionaler Filme in Hinblick auf Nachhaltigkeit. Grundlegende Fragen beziehen sich dabei einerseits aus politikwissenschaftlicher Perspektive auf die Art und Weise der filmischen Darstellung verschiedener nachhaltigkeitsbezogener Aspekte (z.B. Rolle von Wissenschaft in Nachhaltigkeitskonflikten, Ressourcenkonflikte, Dimensionen der Nach-haltigkeit…), die vor dem Hintergrund entsprechender Fachliteratur gespiegelt werden sollen: Welche Aspekte von Nachhaltigkeit werden im jeweiligen Film thematisiert? Wie werden diese Aspekte inszeniert? Welche Art von Konflikten und Herausforderungen werden auf welche Weise inszeniert?
Aus medienbildnerischer Perspektive werden im Film dargestellte Umgangsweisen mit nachhaltig-keitsbezogenen Aspekten fokussiert. Dabei stehen u.a. Fragen der Veränderung der Selbst- und Weltverhältnisse von Filmcharakteren im Vordergrund sowie die Frage, welche Antworten auf Nachhaltigkeit als pädagogische Herausforderung im Film nahegelegt werden: Welche Umgangsweisen mit den Konflikten und Herausforderungen der Nachhaltigkeit werden im Film ausgeführt? Auf welche Weise werden diese inszeniert? Welche (medien-)bildnerischen Herausforderungen zeigen sich in diesen Umgangsweisen? Was bedeuten dies Umgangsweisen für professionelles (medien-)bildnerisches Handeln?
In dieser Veranstaltung werden beide Perspektiven miteinander verbunden und interdisziplinäre Teams von Studierenden gebildet. Geplant ist dabei die Bildung von Arbeitsgruppen, deren Ergebnisse am Ende des Semesters im Rahmen einer Blockveranstaltung im Sinne einer „Mini-Konferenz“ vorgestellt und vergleichend diskutiert werden.
Hier eine Liste mit möglichen Filmen als Ausgangspunkt der Analyse, in denen jeweils unterschiedliche Aspekte von Nachhaltigkeit thematisiert werden und aus denen wir im Seminar eine Auswahl treffen werden:
- „The Day after Tomorrow“ (2004, Regie: Roland Emmerich)
- „Promised Land“ (2012, Regise: Gus van Sant)
- „Und dann der Regen“ (2010, Regie: Iciar Bollain)
- „Erin Brokovich“ (2000, Regie: Steven Soderbergh)
- „Der Lorax“ (2012, Regie: Andrew Stanton)
- „Beasts of the Southern Wild“ (2012, Regie: Ben Zeitlin)
- „Der ewige Gärtner“ (2005, Regie: Fernando Meirelles)
- „2012 – Das Ende der Welt“ (2012, Regie: Roland Emmerich)
- „Michael Clayton“ (2007, Regie: Tony Gilroy)
- „Geostorm“ (2017, Regie: Dean Devlin)
- „Greenland“ (2020, Regie: Ric Roman Waugh)
- „The Insider“ (1999, Regie: Michael Mann)
- „Ein Sommer in New York„(2007, Regie: Tom McCarthy)
- „The East“ (2013, Regie: Zal Batmanglij)
- „Zivilprozess. Gerechtigkeit hat seinen Preis“ (1998, Regie: Steven Zaillian)
- „Don’t look up“ (2021, Regie: Adam McKay)
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