ACT TO CONNECT – Theater-Film-Workshop mit Geflüchteten und Studierenden

Bereits zweimalig (zuletzt im Sommer 2018) fand in Kooperation mit Kulturanker e.V. ein fünfwöchiger Theater-Film-Workshop mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen sowie Studierenden der Otto-v-Guericke-Universität statt. Unter dem Motto „Act To Connect – Theater verbindet“ erarbeiten die Teilnehmer ein interkulturelles Stück, in dem der Austausch und das Miteinander verschiedener Kulturen im Vordergrund steht. Das Stück wurde dann in der Festung Mark aufgeführt

Wir sind Wir - Theater - Flyer

Die Schwerpunkte des Workshops liegen beim Erlernen von Schauspiel-, Kamera- und Filmschnitttechniken sowie in der Förderung medienpädagogischer sowie interkultureller und sozialer Kompetenzen. Die geflüchteten Kinder und Jugendlichen gewinnen im Projekt einen Einblick in die deutsche Kultur, vom Leben in Magdeburg und dem Alltag der Studierenden. Die beteiligten Studierenden dagegen erlangen Eindrücke in die verschiedenen Kulturen, sodass sie die Problematik von Flucht, Migration und Integration besser verstehen können.

Das Projekt wurde von Dozentin Jana Richter initiiert und fand im Rahmen der Lehrveranstaltung Schauspiel-Theater-Film mit Studierenden der Medienbildung und Bildungswissenschaft statt.

Musikvideo von der Aufführung
Kurzer Trailer

Neue Ausgabe MEDIENIMPULSE 2/2020: „Nähe(n) und Distanz(en) in Zeiten der COVID-19-Krise“

MEDIENIMPULSE 2/2020: Nähe(n) und Distanz(en) in Zeiten der COVID-19-Krise https://www.medienimpulse.at

Soeben konnte im Team der Professur Pädagogik und Medienbildung die neue Ausgabe der MEDIENIMPULSE mit dem Schwerpunktthema „Nähe(n) und Distanz(en) in Zeiten der COVID-19-Krise“ veröffentlicht werden. Annähernd alle Beiträge handeln von medienpädagogischen Problemen und Antworten auf die COVID-19-Krise und fokussieren auf die medialen Transformationen, die mit der Krise in Zusammenhang stehen. Ein hoffentlich anregendes Thema für die Medienbildung …

Veröffentlichung Masterarbeit Medienbildung: „Code – Kunst – Subjekt“ (Juliane Ahlborn)

In unserer Open-Access-Reihe Medienbildung. Studien zur audiovisuellen Kultur und Kommunikation ist eine neue und sehr gute Masterarbeit aus dem Studiengang Medienbildung erschienen:

„Code – Kunst – Subjekt. Bildungs- und subjektivationstheoretische Perspektiven auf algorithmische Artikulationsformen“ von Juliane Ahlborn

Darüber freuen wir uns sehr!

 

Videoessay «The Wolf Among Us»

In ihrem Videoessay zum Computerspiel The Wolf Among Us beschäftigen sich Lena Braun und Annemarie Lange mit den Bildungspotenzialen des Point-und-Click-Adventures. Beim Videoessay geht es nicht etwa darum, wie man die Geschichte oder das Spiel findet (also ob man es mag oder nicht) sondern wie durch die Inszenierung (z.B. Grafik, Steuerung, Sound und Musik) eine funktionierende, fiktive Welt entsteht und welchen Effekt diese auf Spielende haben kann. Dazu haben die Studentinnen das Spiel analysiert und zeigen im Video anhand von Beispielszenen, wie z.B. emotionale Eindrücke erzeugt werden und wie Interface und Bedienung Immersion oder Distanz herstellen können.

Das Projekt entstand im Seminar „Einführung in die Strukturale Medienbildung“ bei Jens Holze im Sommersemester 2019 für das Modul 1. Hier geht um Grundbegriffe und Methoden der Strukturalen Medienbildung, insbesondere auch den Bildungsbegriff und wie Studierende Bildungspotentiale in medialen Strukturen herausarbeiten können.

Podcast «55 Meter über Null»

Der von Julia Risse und Franziska Fiedler produzierte Podcast macht das Studium der Medienbildung in Magdeburg zum Thema. In Gesprächen werden Studienerfahrungen, theoretische Ansätze und praktische Ausblicke bsprochen. Und wer sich fragt, wieso der Titel zustande kommt: Magdeburg liegt exakt 55 Meter über Null. 😉

Den Podcast gibt es auf Spotify. Daneben gibt es auch den Instagram-Account @55meter_podcast.

Das Projekt entstand im Anschluss an die im Wintersemester 19/20 angebotene Ringvorlesung Bildung im digitalen Zeitalter geleitet von Johannes Fromme, Stefan Iske und Dan Verständig.

Video Game Essay «Flucht im Computerspiel»

Ausschnitt Videoessay "Flucht im Computerspiel"

In seinem Videoessay thematisiert Jan Stage das aktuelle gesellschaftliche Phänomen globaler Fluchtbewegungen anhand der Analyse zweier Computerspiele, die sich dem Thema Flucht widmen. Es handelt sich um das Browserspiel Last Exit Flucht des UNHCR sowie das PC-Spiel Path Out von Causa Creations. Beide Spiele versetzen den Spielenden in die Situation eines Flüchtenden und lassen sie an einer interaktiven Geschichte teilnehmen.

In dem Video Game Essay wird sehr gut mit formalen Mitteln gearbeitet. Es liegt eine technische saubere Leistung vor, die mit Grafiken, Zitateinblendungen und Filmauschnitten sinnvoll arbeitet. Übergänge, Blenden und Sounddesign sind gut eingesetzt. Der Entwurf des pädagogischen Konzepts knüpft an die Spiele und die Problematik an und zeigt, wie wir uns mit einem komplexen und gesellschaftlich relevanten Thema auseinandersetzen können.

Die Leistung ist im Seminar Video Game Essays bei Dozentin Josefa Much für das Modul 15 als Form der reflexiven Auseinandersetzung mit Computerspielen entstanden. Studierende lernen hier, welche Fähigkeiten und Werkzeuge benötigt werden, welche Relevanz das Format hat und wie diese Essays in pädagogischen Settings eingesetzt werden können. Ziel der Veranstaltung ist die eigenständige Erstellung eines Video Game Essays und die Konzeptionierung und Einbettung von VGE in pädagogische Settings.

ViralSim – Eine Simulation zur Verbreitung von Viren

Das Projekt ViralSim des WirvsVirus-Hackathons, hat es sich zur Aufgabe gemacht, mittels Visualisierungen die individuelle Verantwortung bei der Ausbreitung eines Virus zu verdeutlichen. Die Simulation macht es möglich, verschiedenste Attribute eines Virus festzulegen und zudem eine Reihe an Vorsichtsmaßnahmen zu regulieren, um das Virus einzudämmen.

Das Projekt wurde in interdisziplinärer Zusammenarbeit von den Masterstudenten Johannes Behrens, Christopher Klug (Informatik) und Jannis Hermann (Medienbildung) konzipiert, entwickelt und umgesetzt.

ViralSim hat zweifellos das Potenzial, zu verdeutlichen, wie schon geringfügige Veränderungen durch das Einhalten von Ausgangssperren oder Hygienevorschriften den Verlauf einer Pandemie erheblich beeinflussen. Hier gibt es einen Pitch zum Projekt:

Das Vorhaben entstand im Frühjahr 2020 im Seminar Bildung und Data Science geleitet von Dan Verständig.


Material und Links

SZ: „Generation unsichtbar“ – zur Nicht-Nutzung der Videokamera bei Videokonferenzen

Hier der Link auf eine Artikel in der Süddeutschen Zeitung mit dem Titel „Generation unsichtbar“ (6. Juni 2020) zum Nicht-Einschaltens der eigenen Videokamera in Videokonferenzen bzw. universitären Veranstaltungen… sicher ein Phänomen, dem der ein oder die andere gegenwärtig auch im Rahmen onlinebasierter Lehre schon begegnet ist – und sich dazu in einer Weise verhalten hat.

Kritisch diskutiert werden könnte, dass/ob hier wieder einmal der Generationenbegriff  herangezogen werden muss und was den Umfang und die Art physischer Kontakte angeht…

Der Hinweis auf ein Paradox – der Artikulation – ist auf jeden Fall eine tiefergehende Diskussion wert – gerade auch in der Medienbildung: „Sogar in den Geisteswissenschaften, die sich in den letzten Jahren immer wieder mit der politischen Bedeutung von Sichtbarkeit und Hörbarkeit beschäftigt haben, wird diese Erkenntnis ausgerechnet nicht auf den eigenen akademischen Diskurs bezogen.“

Die Frage der Nicht-Nutzung und der Nutzungsunterschiede bleibt also spannend… und der Bezug zu Digitaler Ungleichheit und Spaltung deutlich!

https://www.sueddeutsche.de/kultur/digitale-universitaet-generation-unsichtbar-1.4926852!amp

Kongressband 2018: Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE)

Ganz frisch erschienen ist der Kongressband „Bewegungen“ der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, der 2018 in Essen stattgefunden hat.

 Eine digitale Version steht im Open Access unter dem folgenden Link zur Verfügung https://shop.budrich-academic.de/wp-content/uploads/2020/03/9783847415534.pdf .

Sehr zu empfehlen ist darin der Artikel der Keynote von Prof. Paul Mecheril (der zu Interkulturalität und Migration forscht) mit dem Titel „Gibt es ein transnationales Selbstbestimmungsrecht?“ (S. 102 ff.) und das eingangs dargestellte Verhältnis von Nation/Nationalstaat/Ethnie. Meiner Meinung nach war dies einer der besten Vorträge des Kongresses und eine sehr lesenswerte Positionierung in einer aktuellen gesellschaftliche Diskussion!

Zu empfehlen auch der Beitrag meiner ehemaligen Kölner KollegInnen Michael Proske, Petra Herzmann und Michael Hoffmann mit dem Titel „Spielfilme über Lehrer/innen als Medium der kasuistischen Lehrerbildung“ (S. 270 ff.). Um Spielfilm, Bildung und Methoden kümmern wir uns hier in Magdeburg ja auch 🙂