Neue Ausgabe medienimpulse.at: „Data Literacy – Datenkompetenz – Datenbildung“

Eine neue Ausgabe der medienimpulse.at ist veröffentlicht mit dem Titel „Data Literacy – Datenkomptenz – Datenbildung„. Darin auch ein spannender Artikel von Juliane Ahlborn, Dan Verständig und Janne Stricker mit dem Titel „Embracing Unfinishedness. Kreative Zugänge zu Data Literacy“. Sehr zu empfehlen!

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Bd. 59 Nr. 3 (2021): Data Literacy – Datenkompetenz – Datenbildung

Data Literacy hat als Konzept und Begriff in den letzten Jahren zusehends an Bedeutung gewonnen. Im hier diskutierten Zusammenhang werden mit dem Begriff unterschiedliche gesellschaftliche und technologische Phänomene rund um Digitalisierung angesprochen und als pädagogische Aufgabe diskutiert. Analog zu anderen Literacy-Konzepten, wie Media Literacy und Digital Literacy steht der Begriff Data Literacy als Synonym für Vermittlung und Erwerb eines kompetenten Medienumgangs. Diese Ausgabe der MEDIENIMPULSE widmet sich deshalb der Trias von Data Literacy – Datenkompetenz – Datenbildung.

Veröffentlicht: 2021-09-21

Dieser Beitrag wurde aus dem Feed von Professur Pädagogik und Medienbildung übernommen und findet sich hier im Original .

„Quelle Internet“ / Landesanstalt für Medien NRW

Hier der Hinweis auf eine spannende Studie der Landesanstalt für Medien NRW. Die Frage der Recherche von Informationen und wissenschaftlichen Studien/Ergebnissen hat ja gerade auch an der Universität eine große Bedeutung. Im Sommersemester mache ich das BA-Kolloquium Medienbildung; dort werden wir auf Recherchestrategien, Informations- und Nachrichtenkomptenzen zu sprechen kommen 🙂

Unten mehr, hier schon einmal kurz der Link auf die Studie und auf einen Selbsttest.

Viele Grüße, Stefan Iske

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Düsseldorf, 22. März 2021

Quelle Internet?

Bevölkerungsrepräsentativer Test digitaler Informations- und Nachrichtenkompetenzen zeigt Handlungsbedarfe auf

Gemeinsame Pressemitteilung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, der Landesanstalt für Medien NRW und der Medienanstalt Berlin Brandenburg (mabb)

Digitale Medien stellen hohe Anforderungen an die Informations- und Nachrichtenkompetenz ihrer Nutzerinnen und Nutzer. Die heute veröffentlichte Studie „Quelle Internet? – Digitale Nachrichten- und Informationskompetenzen der deutschen Bevölkerung im Test“ der Stiftung Neue Verantwortung (SNV) zeigt: Bei der Nutzung des Internets und der Sozialen Medien fehlt es oft an ganz konkreten Kenntnissen und Fähigkeiten zur Identifikation unabhängiger Informationen, von Interessenkonflikten oder Werbung oder zur Unterscheidung zwischen Nachrichten und Meinungsbeiträgen. In fast allen Kompetenz-Bereichen schneiden die Deutschen den Ergebnissen der Studie zufolge überwiegend mittelmäßig bis schlecht ab.

Informierte Bürgerinnen und Bürger sind Basis freier gesellschaftlicher Meinungsbildung und Demokratie. Die Nachrichten- und Informationskompetenz der Bevölkerung war dabei selten wichtiger als heute, gerade in Zeiten der Pandemie, von ökonomischen Krisen oder immer stärker polarisierenden Wahlkämpfen. Die Art und Weise, wie wir Nachrichten konsumieren und uns über Neuigkeiten informieren, hat sich in den letzten Jahren jedoch stark verändert.

Wie wirkt sich diese veränderte Mediennutzung auf die Fähigkeit der Bevölkerung aus, Nachrichten zu verstehen und Informationen zu bewerten? Antworten darauf gibt die neueste Publikation der Stiftung Neue Verantwortung, die von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, der Landesanstalt für Medien NRW und der Medienanstalt Berlin Brandenburg (mabb) unterstützt und zusammen mit der Meinungsforschungsagentur pollytix strategic research gmbh durchgeführt wurde: „Quelle Internet? – Digitale Nachrichten- und Informationskompetenzen der deutschen Bevölkerung im Test“ von Anna-Katharina Meßmer, Alexander Sängerlaub, Leonie Schulz.

Expertinnen und Experten aus der Medienforschung haben einen Test zur Messung der Informations- und Nachrichtenkompetenz entwickelt. Dieser wurde im Herbst 2020 mit einer repräsentativen Stichprobe für die deutschsprachige Bevölkerung mit Internetzugang in Deutschland ab 18 Jahren durchgeführt. Dafür wurden mittels Online-Interviews bundesweit 4.191 Nutzerinnen und Nutzer befragt und getestet. Es handelt sich dabei um einen der weltweit ersten bevölkerungsrepräsentativen Tests zu Informations- und Nachrichtenkompetenzen. Die nun vorliegenden Ergebnisse wurden von der SNV präsentiert und weisen differenziert Stärken und Schwächen einzelner Bevölkerungsgruppen aus.

Begleitet wird die Studie von einem Online-Angebot, das es Nutzerinnen und Nutzern ermöglicht, selbst zu testen, wie nachrichtenkompetent sie sind. Mit dem „News-Test – wie gut bist du mit Nachrichten im Netz?“ können sie solche Fragen beantworten, die auch den Studien-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern gestellt wurden und ihr Wissen in fünf Kompetenz-Bereichen testen. Gleichzeitig erhalten sie wichtige Informationen zur Navigation in der digitalen Medienwelt.

Eine Auswahl der Studienergebnisse im Überblick

1) Unterschiede zwischen Desinformation, Information, Werbung und Meinung werden zum Teil nur schwer erkannt. So hielten beispielsweise 56 % der Befragten ein Advertorial – trotz Werbekennzeichnung – fälschlicherweise für eine Information. Nur 23 % haben richtig erkannt, dass es sich um Werbung handelt.

2) Ob eine Quelle vertrauenswürdig ist, wird von Vielen richtig eingeschätzt. Interessenskonflikte werden allerdings seltener erkannt. So erkannten zwar 65 % der Befragten, dass der Geschäftsführer eines Flugreisenportals als Autor eines Beitrags zum Thema Fliegen keine neutrale Quelle ist, doch nur die Hälfte der Befragten konnte auch den konkreten Interessenskonflikt benennen.

3) Die Kennzeichnungsstrategien von Social-Media-Plattformen zu Desinformationen sind bisher kaum wirksam. Maximal ein Viertel der Befragten identifizierte eine solche Markierung als hilfreichen Hinweis bzw. konnte die Information richtig einordnen.

4) Menschen zweifeln an der Unabhängigkeit des Journalismus von der Politik. So stimmten 25 % der Aussage zu, dass Medien und Politik Hand in Hand arbeiten, um die Meinung der Bevölkerung zu manipulieren (weitere 28 % sagten teils/teils). 24 % glaubten, dass die Bevölkerung in Deutschland von den Medien systematisch belogen werde (weitere 30 % sagten teils/teils).

5) Jüngere Generationen sind kompetenter als Ältere – allerdings ist dies abhängig vom Bildungsabschluss. Besonders nachrichtenkompetent sind die höhergebildeten Befragten zwischen 18 und 39 Jahren, während Menschen unter 40 mit niedriger Schulbildung besonders niedrige Kompetenzwerte aufweisen.


Zitate der Unterstützerinnen und Unterstützer

Prof. Monika Grütters, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien: „Das Verständnis und die Einordnung von Informationen sind die entscheidenden Voraussetzungen für demokratische Teilhabe und Mitwirkung an gesellschaftlichen Debatten. Deshalb haben wir diese erste größere Untersuchung zum Stand der Nachrichtenkompetenz in Deutschland unterstützt. Die Ergebnisse der Studie zeigen: Wir müssen das Bewusstsein für den Wert seriöser und unabhängiger Informationen stärken – von der Schule, über die berufliche Weiterbildung bis hin zur Erwachsenenbildung. Erforderlich sind auch und immer wieder eine eindeutige, klare Kennzeichnung werblicher Inhalte und der fortgesetzte Kampf gegen Desinformation im Netz.
Ermutigend ist, dass immerhin die Mehrheit der Befragten die Vertrauenswürdigkeit unterschiedlicher Quellen einschätzen kann. Das ist Ansporn und Auftrag, nicht nur für den unabhängigen Qualitätsjournalismus, sondern auch für Rahmensetzung durch die Politik. Unser starkes, vielfältiges und verlässliches Mediensystem, zu dem nicht zuletzt der öffentlich-rechtliche Rundfunk gehört, stärkt die Abwehrkräfte gegen Desinformation und Legendenbildung. Nur so können Pressefreiheit und unabhängiger Journalismus verteidigt werden – als maßgebliches Fundament einer stabilen Demokratie, und das nicht nur in Krisenzeiten.“

Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb: „Die Studie bietet eine wichtige Grundlage für die Entwicklung von Strategien und konkreten Ansätzen der politischen Bildung, mit denen Bürgerinnen und Bürger in digitalen Öffentlichkeiten wirksam unterstützt werden können. Informations- und Nachrichtenkompetenz umfasst insbesondere die Kompetenz, sich in der vielfältigen Informationslandschaft zurecht zu finden, Informationen richtig einzuordnen und sich gegen falsche und hetzerische Aussagen zu immunisieren und zu engagieren. Die Vermittlung dieser Kompetenzen gehört zum zentralen Aufgabenfeld einer zeitgemäßen politischen Bildung und ist die Grundlage für einen lebendigen gesellschaftlichen Diskurs und eine qualifizierte Meinungsbildung.“

Dr. Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW: „Die vorliegende Studie zeigt zwei Richtungen, die wir verbinden müssen: Zuerst gilt es zu prüfen, ob die Kennzeichnung von Quellen im Internet und die Transparenz digitaler Nachrichtenangebote, wie wir sie heute vorfinden, ausreichen. Zum zweiten müssen wir Menschen helfen, Informationen im Internet richtig zu bewerten. Nur dann kann es auch in der Zukunft gelingen, das Netz als demokratischen Kommunikationsraum zu nutzen. Mit Angeboten wie dem Portal ZEBRA bieten wir schon heute individuelle, kompetente und schnelle Hilfe bei Medienfragen. Nur die Kombination aus Kompetenzvermittlung und sinnvollen rechtlichen Vorgaben ist eine erfolgreiche Strategie im Kampf gegen Desinformation.“

Dr. Eva Flecken, Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb): „Unsere Studie zeigt: Es besteht Handlungsbedarf über alle Generationen hinweg. Wir müssen transparenter machen, wie Medien arbeiten und wie digitale Informationen und Nachrichten entstehen. Die Nutzenden sollen klar erkennen, was Nachrichten ausmacht, was sie von Meinungen oder auch Desinformationen unterscheidet. Dabei spielen auch Journalistinnen und Journalisten eine wesentliche Rolle: Sie müssen ihre Arbeit verständlich machen. Deswegen fördert die mabb viele Projekte zum Thema Informations- und Nachrichtenkompetenz. So engagiert sie sich zum Beispiel im Projekt „Journalismus macht Schule“: Hier stellen sich Journalistinnen und Journalisten den kritischen Fragen von Schülerinnen und Schülern. Damit leisten sie einen wichtigen, authentischen Beitrag für den so notwendigen Ausbau der Informations- und Nachrichtenkompetenz und für die Wertschätzung ihrer Profession in der Gesellschaft.“



Pressekontakt:
Nele Nieuwenhuis
Telefon: 0211 – 77 00 7 – 555
E-Mail: presse@medienanstalt-nrw.de
Internet: www.medienanstalt-nrw.de

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Veröffentlichung Masterarbeit Medienbildung: „Code – Kunst – Subjekt“ (Juliane Ahlborn)

In unserer Open-Access-Reihe Medienbildung. Studien zur audiovisuellen Kultur und Kommunikation ist eine neue und sehr gute Masterarbeit aus dem Studiengang Medienbildung erschienen:

„Code – Kunst – Subjekt. Bildungs- und subjektivationstheoretische Perspektiven auf algorithmische Artikulationsformen“ von Juliane Ahlborn

Darüber freuen wir uns sehr!

 

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SZ: „Generation unsichtbar“ – zur Nicht-Nutzung der Videokamera bei Videokonferenzen

Hier der Link auf eine Artikel in der Süddeutschen Zeitung mit dem Titel „Generation unsichtbar“ (6. Juni 2020) zum Nicht-Einschaltens der eigenen Videokamera in Videokonferenzen bzw. universitären Veranstaltungen… sicher ein Phänomen, dem der ein oder die andere gegenwärtig auch im Rahmen onlinebasierter Lehre schon begegnet ist – und sich dazu in einer Weise verhalten hat.

Kritisch diskutiert werden könnte, dass/ob hier wieder einmal der Generationenbegriff  herangezogen werden muss und was den Umfang und die Art physischer Kontakte angeht…

Der Hinweis auf ein Paradox – der Artikulation – ist auf jeden Fall eine tiefergehende Diskussion wert – gerade auch in der Medienbildung: „Sogar in den Geisteswissenschaften, die sich in den letzten Jahren immer wieder mit der politischen Bedeutung von Sichtbarkeit und Hörbarkeit beschäftigt haben, wird diese Erkenntnis ausgerechnet nicht auf den eigenen akademischen Diskurs bezogen.“

Die Frage der Nicht-Nutzung und der Nutzungsunterschiede bleibt also spannend… und der Bezug zu Digitaler Ungleichheit und Spaltung deutlich!

https://www.sueddeutsche.de/kultur/digitale-universitaet-generation-unsichtbar-1.4926852!amp

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Kongressband 2018: Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE)

Ganz frisch erschienen ist der Kongressband „Bewegungen“ der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, der 2018 in Essen stattgefunden hat.

 Eine digitale Version steht im Open Access unter dem folgenden Link zur Verfügung https://shop.budrich-academic.de/wp-content/uploads/2020/03/9783847415534.pdf .

Sehr zu empfehlen ist darin der Artikel der Keynote von Prof. Paul Mecheril (der zu Interkulturalität und Migration forscht) mit dem Titel „Gibt es ein transnationales Selbstbestimmungsrecht?“ (S. 102 ff.) und das eingangs dargestellte Verhältnis von Nation/Nationalstaat/Ethnie. Meiner Meinung nach war dies einer der besten Vorträge des Kongresses und eine sehr lesenswerte Positionierung in einer aktuellen gesellschaftliche Diskussion!

Zu empfehlen auch der Beitrag meiner ehemaligen Kölner KollegInnen Michael Proske, Petra Herzmann und Michael Hoffmann mit dem Titel „Spielfilme über Lehrer/innen als Medium der kasuistischen Lehrerbildung“ (S. 270 ff.). Um Spielfilm, Bildung und Methoden kümmern wir uns hier in Magdeburg ja auch 🙂

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Ausgabe „Beruf Medienpädagog*in“, merz 02/20

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift medien und erziehung (merz) mit dem Titel „Beruf Medienpädagog*in“ ist als Open-Acess-Publikation zugänglich.

Als AutorInnen mit dabei sind u.a. Kai Hugger, Patrick Bettinger und aus unserem Medienbildungsteam Johannes Fromme, Steffi Rehfeld und Josefa Much. Es lohnt sich auf jeden Fall mal hinzulesen!

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Neu erschienen! „Big Data, Datafizierung und digitale Artefakte“

Wir freuen uns über eine neue Publikation in der Reihe „Medienbildung und Gesellschaft“, die auf den an der OVGU organisierten Theorieforen basiert:

Iske, Stefan; Fromme, Johannes; Verständig, Dan; Wilde, Katrin (Hg.) (2000): Big Data, Datafizierung und digitale Artefakte. Wiesbaden: Springer VS.

Hier der Link auf die Verlagsseite

Wir bedanken uns bei allen an der Publikation beteiligten Autor/Innen  für Mühe und Geduld! Und wir freuen uns auf ein Wiedersehen beim nächsten Theorieforum 🙂

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Neu erschienen! Jahrbuch Medienpädagogik 15, «Erziehungswissenschaftlich und medienpädagogische Online-Forschung»

Das Jahrbuch Medienpädagogik 15 «Erziehungswissenschaftliche und medienpädagogische Online-Forschung» ist als Open-Source Version online erschienen unter: https://doi.org/10.21240/mpaed/jb15.X. Das Jahrbuch ist die Publikation zur Herbsttagung der Sektion Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungwissenschaft (DGfE), die im Herbst 2018 an der OVGU in Kooperation der Lehrstühle Pädagogik und Medienbildung (Prof. Iske) und Erziehungswissenschaftliche Medienbildung (PRof. Fromme) durchgeführt wurden.

Wir bedanken uns bei allen AutorInnen und bei allen, die am Publikationsprozess beteiligt waren 🙂

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