Anti-Offline-Tracking: AirGuard

Vor ein paar Tagen hat Katrin Wilde an dieser Stelle ein Browser-Plugin empfohlen: „Nervenschoner“ – Neues Plugin für Firefox und Chrome unterstützt beim Umgang mit Cookie-Bannern.

Diesen Ball möchte ich hier aufgreifen und zurückspielen mit der APP AirGuard.

Momentan wird ja rege diskutiert über das Tracking von Personen im Internet, um darauf aufbauend Datenprofile zu erzeugen und z.B. Werbung zu schalten.

Die App AirGuard wird von Studierenden/Forschenden der Technischen Universität Darmstadt entwickelt und zielt darauf ab, Offline-Tracking bzw. Stalking von Personen – z.B. mit Apple AirTags – im real life zu erkennen und zu verhindern.

Hier der Hinweis auf einen einführenden Artikel der Deutschen Welle: „AirTags dienen dazu, verlorene Schlüssel wiederzufinden. Doch man kann damit auch Menschen verfolgen. Jetzt kann man sich leicht davor schützen, mit einer neuen App, entwickelt von Studenten aus Darmstadt.“

und ein Review auf golem.de: „Airguard ist ein gut funktionierendes Mittel zur Erkennung von unerwünschten Bluetooth-Trackern. Da die App im Hintergrund läuft, erkennt sie untergeschobene Tracker auch dann, wenn diese neu sind und Betroffene nichts von ihnen ahnen. Angesichts der sehr guten und vor allem zeitlich aktuellen Standortinformationen, die ein Apple Airtag bereits nach kurzer Zeit liefern kann, ist Airguard für Android-Nutzer wohl die einzige Möglichkeit, Stalking mittels der Tracker früh zu erkennen.“

Let’s give it a try 🙂

 

 

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Mittelstraß (2019): „Bildung in einer Wissensgesellschaft“

Lese gerade in Vorbereitung auf ein Seminar morgen den Text „Bildung in einer Wissensgesellschaft“ (2019) des Konstanzer Philosophen und Wissenschaftstheoretikers Prof. Dr. Jürgen Mittelstraß. Seine Überlegungen zur Unterscheidung von „Verfügungswissen“ (Faktenwissen, prozedurales Wissen) und „Orientierungswissen“ findet sich ja als zentrale Referenz im Ansatz der Strukturalen Medienbildung.

Der Text beruht auf einem Vortrag (Audiomittschnitt hier) und wurde hier publiziert: Mittelstrass, Jürgen (2019): Bildung in einer Wissensgesellschaft. In: heiEDUCATION Journal (3), S. 21–36.

Mittelstraß formuliert sein Verständnis von Bildung, Wissen und Wissengesellschaft in einer ergänzten und überarbeiteten Form und plädiert anhand von 9 Thesen für einen modernen Bildungsbegriff.

Mein Lektüretipp des Tages 🙂

 

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„Zusammenfassung. Bildung ist ein Begriff, den man in der Regel mit einer kulturellen Vergangenheit verbindet, einer Vergangenheit, die die moderne Gesellschaft weit hinter sich gelassen hat. Sie versteht sich auf dem Weg zu einer Wissensgesellschaft, die ihre Zukunft in erster Linie auf die Leistungsfähigkeit des wissenschaftlichen und des technischen Verstandes und damit auf die Ausbildung technischer Kulturen setzt. Jedes gelehrte Wissen, mit dem man den Bildungsbegriff im Wesentlichen identifiziert, hat da nur wenig Chancen. An die Stelle des Begriffs der Bildung tritt der Begriff einer an technischen, ökonomischen und politischen Zwängen orientierten Ausbildung. Tatsächlich aber war Bildung in einem umfassenden, nicht auf die Ausbildung nützlicher Fähig- und Fertigkeiten reduzierbaren Sinne noch nie so unentbehrlich wie heute. Denn die Wissensgesellschaft, auch und gerade in Form einer Informationsgesellschaft, ist auch eine Gesellschaft, die sich nicht nur als offene, sondern auch als beschleunigte Gesellschaft versteht und zu deren Credo permanente Veränderung und Innovation, schrankenlose Mobilität und chamäleongleiche Flexibilität gehören. Ohne Bildungselemente geht eine solche Gesellschaft an ihrer eigenen Wandelbarkeit, zu der auch das Wissen gehört, zugrunde. Dies ist eine von neun Thesen, mit denen für einen modernen Bildungsbegriff plädiert wird.“

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Neues Plugin für Firefox und Chrome unterstützt beim Umgang mit Cookie-Bannern

Bei Netzpolitik.org habe ich heute einen interessanten Artikel zu einer Browsererweiterung für Firefox und Chrome gelesen. Unter dem amüsanten Titel „Nervenschoner“ bietet die Verbraucherzentrale Bayern ein quelloffenes Plugin basierend auf uBlock Origin an.

Nach Installation soll es verhindern, dass Cookie-Banner überhaupt auf einer Website geladen werden. So soll es demnach im besten Fall möglich werden eine Website zu verwenden ohne sich durch User-unfreundlich gestaltete und teilweise manipulative Banner zu klicken – und das ganz ohne Tracking-Cookies.

Den Artikel dazu gibt es bei Netzpolitik.org zu lesen:

Netzpolitik.org – Nervenschoner: Neue Browser-Erweiterung entfernt Cookie-Banner

und alle Details zur Idee und Funktionsweise des Plugins und zu Datenschutz, Download und Installation bei der Verbraucherzentrale Bayern:

Verbraucherzentrale Bayern – Browser-Plugin „Nervenschoner“ – Endlich ungestört Surfen

Eine interessante Umgangsweise mit dem ’neuen‘ Phänomen der Cookie-Banner, welches uns die DSGVO gebracht hat 🙂

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Vortrag „Digitale Spaltung | Ungleichheit als moving target“ (Akademie Remscheid, 20.06.22)

Am 20.06.22 habe ich auf der Tagung „Bildung und digitaler Kapitalismus“ der Akademie Remscheid einen Kurzvortrag zum Einstieg in die Arbeitsgruppe 9 „Digitale Spaltung und digitale Ungleichheit als Dauerthema – viele Erkenntnisse, kaum Veränderungen“ gehalten, die von Horst Niesyto und Jan-René Schluchter moderiert wurde. Besten Dank nochmals für die Einladung, Organisation und die gute Diskussion!

Hier die Links auf die Dokumentation meines Videoimpulses und meiner Vortragsfolien.


Und hier die Ankündigung der Arbeitsgruppe 9:

„Digitale Spaltung und digitale Ungleichheit als Dauerthema – viele Erkenntnisse, kaum Veränderungen (AG 9)

Seit vielen Jahren gibt es Studien zum Thema digitale Spaltung und digitale Ungleichheit, die teilweise deutliche Unterschiede im Zugang, in der Nutzung und den Strukturen digitaler Medien belegen. Die Arbeitsgruppe diskutiert folgende Fragen:

  • Welche Bedeutung haben digitale Medien im Kontext von sozialer Ungleichheit und Bildung? Welche Bezüge gibt es zu Diskursen von digitalem Kapitalismus, Nachhaltigkeit und Inklusion? Weshalb scheint es kaum Veränderungen bezüglich digitaler Spaltung und Ungleichheit zu geben?
  • Wie können inklusive Bildungsangebote, die alle Dimensionen von Diversität im Blick haben, Impulse zur Bearbeitung von digitalen Spaltungen und Ungleichheiten geben? Welche Praxiserfahrungen gibt es und welcher Impulse bedarf es, um Veränderungen auf der Ebene von Strukturen, Kulturen und Praktiken voranzubringen?

Impulse:

Moderation: Horst Niesyto und Jan-René Schluchter

BerichtLiteraturliste

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Blockseminar WS22/23: „Geschichte(n) des Kinos“ (BA Medienbildung) von Dr. Alessandro Barberi

Im Wintersemester 22/23 bietet Dr. Alessandro Barberi ein Blockseminar mit dem Titel „Geschichte(n) des Kinos“ (BA Medienbildung) an. Die Veranstaltungsdaten finden Sie im LSF, hier die frisch ergänzte Veranstaltungsbeschreibung. Die Teilnahme ist aus meiner Perspektive sehr zu empfehlen – ich selbst werde auch bei einigen Sitzungen dabei sein 🙂

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Mit den Geschichte(n) des Kinos hat der jüngst verstorbene Jean-Luc Godard vor über 20 Jahren eine multimediale Synthese seines Gesamtwerks geschaffen und hinterlassen, das auf verschiedenen Ebenen mit den Möglichkeits- und Produktionsbedingungen des Films von seinen Anfängen bis zur Gegenwart verwoben ist.

Im Rahmen des Seminars werden wir uns durch Referate und Diskussionen im Blick auf dieses synästhetische Gesamtkunstwerk die ideelen, kulturellen, sozialen, ökonomischen und medialen Grundlagen der Filmanalyse und der Filmgeschichte gemeinsam erarbeiten. Dabei werden verschiedene Aspekte des Films (z. B. Script, Handlung, Plot, Kamera, Schnitt, Farbe, Sound etc.) anhand von Fachliteratur diskutiert und aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive auf Lern- und Bildungspotenziale in der/den Geschichte(n) des Kinos bezogen.

Insgesamt soll so – u. a. in Erinnerung an die Kinobücher von Gilles Deleuze und die Ansätze der strukturalen Medienbildung – ein abgerundetes Zeit- und Bewegungsbild der Filmgeschichte von den Lichtspielen der Brüder Lumière bis zum Digitalen Film entstehen. Dabei wird auch im Sinne der Medienkompetenz die Fähigkeit befördert werden, Film(e) wie >Se7ven< (1995) von David Fincher als empirisches Material zu begreifen und analytisch zu sichten.

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Digitale KI-Ringvorlesung an der Hochschule Magdeburg-Stendal im WS 22/23: „Grundlagen und interdisziplinäre Anwendungen der Künstlichen Intelligenz“

Hier der Link auf die digitale KI-Ringvorlesung „Grundlagen und interdisziplinäre Anwendungen der Künstlichen Intelligenz“, die im Wintersemster 22/23 an der Hochschule Hochschule Magdeburg-Stendal stattfindet. Und hier der Link auf den Online-Flyer, der das Programm enthält.

Die Sitzungen finden donnerstags von 17.00 – 18.00 Uhr in digitaler Form und öffentlich per Zoom statt, erster Sitzungstermin ist der 20.10.22.

Zu empfehen ist insbesondere der Vortrag am 03.11.2022 zu KI & Kunst, in dem Juliane Ahlborn (eine Absolventin des BA- und MA-Medienbildung) zu „Algorithmische Artikulation: Zum Einsatz komplexer Algorithmen- und Datenstrukturen in der bildenden Kunst“ referiert.

Organisiert wird die Ringvorlesung von Maren Huhle, auch einer MA-Absolventin des Studiengangs Medienbildung.

Viele Grüße an beide 🙂

Ankündigungstext: „Künstliche Intelligenz ist eine der Schlüsseltechnologien, welche auch für die Hochschulbildung und -weiterentwicklung von enormer Relevanz ist. Sie ist entscheidend für die Entwicklung unserer Gesellschaft und die Innovationskraft unseres Landes. Grundlagen und interdisziplinäre Anwendungen werden in der Ringvorlesung von verschiedenen Seiten beleuchtet. Ökonomen, Ingenieure und Wissenschaftler referieren praxisnah und laden die Besucher*innen zur
Diskussion ein.

Die thematischen Schwerpunkte liegen insbesondere auf den technischen Hintergründen, den Daten und deren Verarbeitung, ohne die KI nicht funktionieren würde, sowie den sozialen Hürden, welche eine selbstlernende Maschine und die Technologisierung mit sich bringen. Das Ziel dieser Vorlesungs-Reihe ist es, technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Hintergründe kritisch zu hinterfragen und ein Bewusstsein zu schaffen zu greifbaren Themen, welche bereits heute unseren Alltag begleiten und zukünftig unsere Gesellschaft formen.“


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Neuerscheinungen! Open Access-Schriftenreihe „Medienbildung: Studien zur audiovisuellen Kommunikation“

Hier eine freudige Mitteilung: in unserer Open Access-Schriftenreihe „Medienbildung: Studien zur audiovisuellen Kommunikation“, in der Forschungsarbeiten aus der Medienbildung (insbesondere ausgewählte Abschlussarbeiten des Studiengangs Medienbildung) publiziert werden, sind frisch erschienen…

Band 11 von Viktoria Magnucki mit dem Titel „Schulische Medienpädagogik;

Band 12 von Sarah Peinelt mit dem Titel „Habituelle Muster beim Medieneinsatz von Lehrkräften in der Schule : eine Untersuchung an Magdeburger Gymnasien und Gemeinschaftsschulen“ und

Band 14 von Susan Frömmer mit dem Titel „Aktive Videoarbeit mit Jugendlichen mit geistiger Behinderung“.

Viele Grüße, Stefan Iske

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medienpaed.com in den Top 10 der Directory of Open Access Journals

Es freut mich außerordentlich als Mitherausgeber bekannt geben zu können, dass MedienPädagogik – Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung frisch das Siegel des Directory of Open Access Journals (DOAJ) erhalten hat und in den internationalen Top 10 der DOAJ-Zeitschriften gerankt ist!!!

Damit ist die Zeitschrift auch Teil der offiziellen Langzeitarchivierung, was sich in  https://portal.issn.org/resource/ISSN/1424-3636 durch das Logo der „Keepers Registry“ (das „K“ unter der Karte und dem ROAD-Logo) wiedergespiegelt.

Dies ist ein sehr großer Erfolg für die deutschsprachige Medienpädagogik – die Zeitschrift spielt nun in der Champions-League 🙂

Ein besonders großer Dank geht hier an den Herausgeber Dr. Klaus Rummler von der Pädagogischen Hochschule Zürich für sein großes Engagement, für Zeit und außerordentliche Mühe, ohne die dies nicht möglich gewesen wäre.

 

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Wissenschaftliches Arbeiten: Literaturverwaltung

Im Studiengang Medienbildung bieten wir jedes Semester ein Kolloquium für das Erstellen von Abschlussarbeiten an – für BA und MA. Dabei gibt es immer viele Fragen zur Verwaltung von Literatur und zum Zitieren von Quellen.

Im letzten Semester hat Alina Donat eine sehr gutes einführendes Video erstellt, ausgehend von der Literaturverwaltung CITAVI, die an der OVGU mit einer Campuslizenz benutzt werden kann.

Meiner Meinung nach ist Software zur Literaturverwaltung – wie hier CITAVI eine der praktischsten und hilfreichesten Programm überhaupt im wissenschaftlichen Bereich und spart neben ZEIT vor allem auch NERVEN – gerade auch in der Endphase von Schreibprojekten. Genutzt werden sollte diese Art von Software möglichst ab Studienbeginn – vier Wochen vor Abgabe wäre etwas spät…

Hier der Link zum Video „Einführung in Citavi | Seminar: Masterkolloquium“ und eine Übersicht…

  • 0:00 Einleitung
  • 0:24 Allgemeines
  • 2:13 Projekt erstellen und Literatur hinzufügen
  • 6:01 Citavi Picker
  • 7:38 Recherche innerhalb von Citavi
  • 10:46 Wissensorganisation
  • 15:17 Zitieren mit Citavi in Word

Und noch einmal vielen Dank an Alina Donat und viele Grüße!

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„How to do Filmkritik“ / Podcast Theoretisch Praktisch

Gestern bin ich -eher durch Zufall- auf den Podcast „Praktisch Theoretisch“ der Uni Bielefeld gestoßen und bin bei „How to do Filmkritik“ hängen geblieben. Wolfgang M. Schmitt – den vielleicht der ein oder die andere über seinen Youtube-Kanal kennt – berichtet hier über seinen ideologiekritischen Ansatz der Filmkritik.

Und wer noch einen Teaser braucht: „Forrest Gump“ wird von ihm verrissen… als „ultimativer Hassfilm“! Wenn man/frau sich hinsichlich des Lieblingsfilms irritieren lassen möchte – hier ist eine gute Gelegenheit…

Nächstes Semester mache ich ein Seminar zu „Grundlagen neoformalistische Filmanalyse“, da werde ich auf jeden Fall auf den Podcast zurück kommen… wenn auch zunächst einmal in Abgrenzung 🙂

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